Diese Geschichte ereignete sich in einem Jahr, vor so langer Zeit, dass nicht einmal sicher ist, ob sie wirklich geschah. In die Stadt kam ein kleiner Mann. In Wahrheit war er so klein wie ein Samenkorn. Kaum jemand sah ihn. Nur einige faulenzende Spatzen näherten sich ihm, und innehaltende Straßenkehrer, die Bettler, die dem Mond ein Lied sangen und die Straßenkatzen. Die Leute kamen und gingen. Sie liefen umher ohne anzuhalten. Sie schauten nicht, sie lächelten nicht. Ihre Haut war grau geworden. Die Hände wussten nicht zu liebkosen, die Worte fürchteten sich davor ausgesprochen zu werden. Das Männchen, eingekreist von Rädern, Schuhen und eiligen Geräuschen, sah erschrocken um sich. Es verstand nicht, wohin sie gehen, fliehen oder verschwinden wollten. Sie hatten das angenehme Gefühl verloren, anzuhalten und nichts weiter zu tun, als über ein weißes Blatt zu spazieren, ein Wort zu betrachten oder in der Abendbrise an der Ecke auszuruhen.
Wo wollten sie hin?
Zu welchem Ort liefen sie?
Der Rest der Geschichte geschah zu Beginn eines zerstreuten Januars. Genau im Eingang zitterte das Männchen vor Kälte, und eine Schneeflocke fiel vom Türrahmen. Er sah sie und erschrak. Es sah aus, als würde der ganze Himmel auf ihn fallen. Der Aufprall begrub ihn in der Erde. Nie wieder sahen ihn die schweigsamen Katzen und Vagabunden, die die verlorenen Sterne einsammeln, noch die schreckhaften Insekten.
Der Samenmann wurde wiedergeboren in einem enormen Baum. Seine Blätter reisen durch andere Monate, verschenken Wünsche, hinterlassen Träume auf ihrem Weg und zeichnen lächelnde Gesichter.
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